3, 2, 1…UNS!

Vor etwas mehr als 2 Jahren war ich mit dem Mann in Hamburg auf meiner ersten Shop-Eröffnung -fancy! (Wir kamen zwar Dank einer gesperrten A1 5 Stunden zu spät, hat sich aber trotzdem gelohnt).
Für ‘ne Eröffnung extra nach Hamburg?! Aber sicher!
Ist ja auch DIE Shop-Eröffnung, von der nachher alle reden werden, und ganz nebenbei sind die Inhaberinnen zwei bezaubernde Freundinnen aus Köln.
Das besondere an dem kleinen Laden: hier wird verliehen und nicht gekauft.
Die Rede ist natürlich von der Kleiderei.
Pola Fendel, die schon im Kindergarten ein Händchen für stilsichere Klamotten hatte, und Thekla Wilkening, die mir während meiner Abizeit sehr ans Herz gewachsen ist, haben aus einer fixen Idee kurzerhand die Wirklichkeit gemacht:
Wie in einer Bücherei, kannst du in der Kleiderei Klamotten leihen.
Jede Saison ein neuer Trend, für jeden Anlass ein neues Outfit. Das strapaziert die Umwelt und den Geldbeutel.
Kleiderei setzt dem ein Ende: du hast Lust auf was Neues? Dann leih‘ es dir. Du willst einen neuen Stil ausprobieren? Dann leih‘ ihn dir!
Bislang konnte man leider nur als Nordlicht von dieser tollen Idee profitieren. Doch seit etwa November ist die Kleiderei endlich online und somit mein Onlineshop Nummer 1 geworden.
Für 34€ im Monat (inkl. Hin- und Rückversand) kannst du dir 4 tolle Teile ausleihen, einen kleinen Beitrag für die Umwelt leisten und dich gleichzeitig an neuen Sachen für deinen Kleiderschrank erfreuen.
Und mal ganz ehrlich: Wozu soll ich mir das sexy Party-Kleid aus dem Laden kaufen, wenn ich eh nicht mehr als dreimal im Jahr ausgehe?
Die Kleiderei zeigt, nachhaltiges Shoppen und Mode, wie auch Kind und Karriere schließen sich nicht aus!


Denn Thekla ist in ihrem zweiten Kleiderei-JahrMama von einem entzückendem Sohn geworden und ist eine erfolgreiche Business-Studenten-Mama.What?! Wie geht das!? Das habe ich mich auch gefragt und sie antworten lassen:
Dein Geheimtipp für Tage nach schlaflosen Nächten?
Musik! Und ich habe mittlerweile gefühlt 1000 Thermoskannen und –becher grünen Tee in mich reingeschüttet. Der tut gut und macht wach. Aber am allerbesten hilft immer noch: schnell unter Menschen oder eine Freundin anrufen – quasseln macht immer wach.

Hast du mal gedacht: ,Mir reichst‘s, ich höre auf!‘ ? Wenn ja: Was hat dich angetrieben weiter zu machen?
Ehrlich gesagt, nein.
Natürlich frage ich mich manchmal: „Ah herrje, wie soll ich das denn schaffen?“ – aber im Grunde ist es ja so: man schafft es immer. Und man wächst über sich hinaus.

Eine Kleiderei für Kinder. Was hältst du davon?
Ja! Ich fände das großartig, denn geben wir mal zu: auch beim Anziehen unserer Kinder kommt unser persönlicher Geschmack raus. Ich hab schon so einiges ganz hinten im Kinder-Kleiderschrank verschwinden lassen… Das ist ja auch völlig legitim, und wie schön wäre es, wenn die Mütter sich da austauschen könnten? Denn die Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden. Abgesehen von dem Aspekt des Kleider-Leihens, finde ich die Idee auch wunderschön, dass sich junge Mamis in der Kleiderei treffen, und sowohl für die Knirpse, als auch für sich schauen können! In entspannter Atmosphäre mit Gleichgesinnten ist es viel einfacher sich Outfits zusammenzustellen, denn jede Mama weiß – der eigenen Körper verändert sich in dieser ganzen Zeit ja mindestens genauso schnell wie das Baby wächst!

Worin stärkt dich Dante?
Es klingt sicherlich pathetisch, aber dein Kind bringt dich einfach dazu, der beste Mensch zu sein, der du nur sein kannst. Das fühlt sich mitunter aber erst einmal gar nicht stark an, sondern nur anders und verwirrend.
Auf einmal hat man ja auch etwas zu verlieren – das, finde ich, macht einen erstmal gar nicht stärker sondern eher viel verletzlicher. Früher war ich sehr unabhängig, das bin ich nun wahrlich nicht mehr – weil ja ein kleines Wesen von mir abhängig ist. Da muss man erstmal mit umgehen lernen – Ich glaube es dauert, bis das Gefühl stark zu sein wirklich im eigenen Kopf und Bauch ankommt.
Was meinst du, würdest du heute genauso erfolgreich sein, auch ohne Dante? Oder würdest du sagen, er hat Fähigkeiten in dir geweckt, die vorher nicht da waren?
Es wäre auf jeden Fall alles anders, über mehr mag ich gar nicht nachdenken. Ich glaube, alles soll genauso sein wie es ist! Es ist nicht so, das sich denke, ich müsste es irgendwem beweisen. Ich habe es immer als Privileg empfunden, so früh ein Kind bekommen zu dürfen – auch wenn es gerade anstrengend ist, habe ich eine klare Vorstellung darüber wie mein Leben später sein soll und was mir wirklich wichtig ist. Ohne Dante wäre ich sicher nicht so zielstrebig, ich würde sicherlich öfter denken: „Ich gehe heute erst mal tanzen und morgen schau ich weiter.“

Was wünscht du dir für Dantes Zukunft?
Für Dante und alle Kinder, die jetzt zur Welt kommen wünsche ich mir, dass sie in Frieden groß werden und die Freiheit haben zu sein, wie sie sind.
Das klingt so simpel, aber leider ist es doch immer noch nicht selbstverständlich. Sie sollen in Sicherheit groß werden und ich hoffe, dass ihr Leben so wenig wie möglich von Angst und Terror geprägt wird, denn ich wünsche mir für Dante, dass er in 30 Jahren denkt – „Ja, in diese Welt kann und will ich Kinder setzen, hier ist ein guter Ort für sie.“

Ich danke Thekla, dass sie sich bei all dem Brassel zeitgenommen hat, um für lillafamiljen Rede und Antwort zu stehen.
Und Pola und Thekla danke ich insgeheim fast jeden Tag, für ihren Mut einfach mal zu machen!

In diesem Sinne, sharing is caring.
//Alison ❤

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