Und was ist mit Mutti?

Babyschwimmen, Krabbelgruppe, Still-Café, Mama-Treff, Mutter-Kind-Café, Babybühne und und und. Das Angebot an Aktivitäten für die Kleinsten ist riesig. Doch Angebote für die Großen, wo Kinder nicht im Mittelpunkt stehen, trotzdem aber willkommen sind, sind schwer zu finden. Umso größer war die Freude, als mir ein Plakat in meinem Lieblingscafé weiß machen wollte, Museum und Baby: das geht!
Zu Hause habe ich mich direkt an den Computer gesetzt und stART KUNST+KIND gegoogelt. Und siehe da: zweimal im Monat bietet stART (Teil des Verein der Freunde des Wallraf-Richartz-Museums und des Museums Ludwig e.V) eine Führung für Eltern mit Baby abwechselnd im Museum Ludwig und Wallraf-Richartz-Museums an.
Das musste ich natürlich sofort ausprobieren, denn nach wie vor war für mich Museum und Kind ein Widerspruch. Museen sind ja eher dafür bekannt, dass man sich ruhig und unauffällig verhält und nicht dafür, dass man mit quengelndem Baby durch die Ausstellung wippt.
Doch bei KUNST+KIND ist alles erlaubt: quengeln, weinen, schlafen, stillen, robben, krabbeln, wickeln – keiner stört sich daran, keiner guckt doof.

Und so zieht zweimal im Monat um elf eine Parade aus Kinderwägen, Manduca-Mamas und Tragetuch-Kindern durch das Museum, um mehr oder weniger aufmerksam der ReferentIn zu lauschen. Denn auch, wenn man nicht die ganze Zeit zu hören kann, hat man noch den ganzen Tag Zeit, sich die Ausstellung Stück für Stück, mit Pausen im Café, anzugucken. Eine KUNST+KIND-Führung inkl. Tagesticket kostet 10€, für Mitglieder der Kunstfreunde nur 5€.
Kleiner Tipp: Eine Mitgliedschaft lohnt sich! Für einen kleinen Jahresbeitrag kann man nicht nur vergünstigt am stART-Programm teilnehmen, sondern hat auch immer feien Eintritt im Museum Ludwig und Wallraf-Richartz-Museum.

Dein Kind steht schon auf eigenen Beinen und ist längst kein Baby mehr? Auch dafür haben die Leute von stART gesorgt: Jeden 3. Sonntag im Monat findet KUNST+FAMILIE statt, für Familien mit Kindern zwischen 1-6 Jahren. Während die Erwachsenen an zwei zeitversetzten Kurzführungen teilnehmen, werden die Kinder von einer Pädagogin bespielt und betreut.
Natürlich gibt es auch tolle Angebote und Führungen für die Zeit ohne Kind. Informiere dich hier.

Ich für meinen Teil genieße die 45 Minuten im Museum, dass Gefühl etwas für ,mich‘ zu machen, ohne, dass Oskar zu kurz kommt. Was hältst du von der Idee Babys und Kinder in den ,normalen‘ Alltag zu integrieren? Wo wünschst du dir mehr Familienfreundlickeit? Diskutiere mit auf Facebook. Ich freue mich auf deine Kommentare.

//Alison ❤

This entry was posted in Köln.

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