Das Glas ist halb leer

Bevor Oskar und ich uns heute auf den Weg zum Advents-Nachmittag in Lottas Kindergarten gemacht haben, trafen wir im Aufzug einen Pessimisten, wie er im Buche steht:

Pessimist: „Achja, wie herrlich. Wie alt ist denn der kleine Kerl?“
Ich: „Knappe fünf Monate.“
Pessimist: „Ja, dass ist ja schön. Da ist er doch auch schon mobil und will überall hin.“
Ich: „Naja, er würde gerne. Aber sein Körper kann noch nicht so, wie der Kopf will.“
Pessimist: „Ja, daran kann er sich schon mal gewöhnen: eine Niederlage folgt der nächsten. Am besten bleibt er gleich auf dem Boden, dann kann er nicht auf die Schnauze fallen!“
Ich bin sprachlos und lächle nur milde. Die Tür geht auf.
Pessimist: „Einen schönen Tag noch!“

//Alison ❤

Und was ist mit Mutti?

Babyschwimmen, Krabbelgruppe, Still-Café, Mama-Treff, Mutter-Kind-Café, Babybühne und und und. Das Angebot an Aktivitäten für die Kleinsten ist riesig. Doch Angebote für die Großen, wo Kinder nicht im Mittelpunkt stehen, trotzdem aber willkommen sind, sind schwer zu finden. Umso größer war die Freude, als mir ein Plakat in meinem Lieblingscafé weiß machen wollte, Museum und Baby: das geht!
Zu Hause habe ich mich direkt an den Computer gesetzt und stART KUNST+KIND gegoogelt. Und siehe da: zweimal im Monat bietet stART (Teil des Verein der Freunde des Wallraf-Richartz-Museums und des Museums Ludwig e.V) eine Führung für Eltern mit Baby abwechselnd im Museum Ludwig und Wallraf-Richartz-Museums an.
Das musste ich natürlich sofort ausprobieren, denn nach wie vor war für mich Museum und Kind ein Widerspruch. Museen sind ja eher dafür bekannt, dass man sich ruhig und unauffällig verhält und nicht dafür, dass man mit quengelndem Baby durch die Ausstellung wippt.
Doch bei KUNST+KIND ist alles erlaubt: quengeln, weinen, schlafen, stillen, robben, krabbeln, wickeln – keiner stört sich daran, keiner guckt doof.

Und so zieht zweimal im Monat um elf eine Parade aus Kinderwägen, Manduca-Mamas und Tragetuch-Kindern durch das Museum, um mehr oder weniger aufmerksam der ReferentIn zu lauschen. Denn auch, wenn man nicht die ganze Zeit zu hören kann, hat man noch den ganzen Tag Zeit, sich die Ausstellung Stück für Stück, mit Pausen im Café, anzugucken. Eine KUNST+KIND-Führung inkl. Tagesticket kostet 10€, für Mitglieder der Kunstfreunde nur 5€.
Kleiner Tipp: Eine Mitgliedschaft lohnt sich! Für einen kleinen Jahresbeitrag kann man nicht nur vergünstigt am stART-Programm teilnehmen, sondern hat auch immer feien Eintritt im Museum Ludwig und Wallraf-Richartz-Museum.

Dein Kind steht schon auf eigenen Beinen und ist längst kein Baby mehr? Auch dafür haben die Leute von stART gesorgt: Jeden 3. Sonntag im Monat findet KUNST+FAMILIE statt, für Familien mit Kindern zwischen 1-6 Jahren. Während die Erwachsenen an zwei zeitversetzten Kurzführungen teilnehmen, werden die Kinder von einer Pädagogin bespielt und betreut.
Natürlich gibt es auch tolle Angebote und Führungen für die Zeit ohne Kind. Informiere dich hier.

Ich für meinen Teil genieße die 45 Minuten im Museum, dass Gefühl etwas für ,mich‘ zu machen, ohne, dass Oskar zu kurz kommt. Was hältst du von der Idee Babys und Kinder in den ,normalen‘ Alltag zu integrieren? Wo wünschst du dir mehr Familienfreundlickeit? Diskutiere mit auf Facebook. Ich freue mich auf deine Kommentare.

//Alison ❤

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Sternchen für Köln

Ein kleiner Tipp zu später Stunde, den ich nicht bis morgen für mich behalten kann:
Der Mann hatte gestern Weihnachtsfeier und hat mir -neben leckeren Törtchen- einen Flyer von Pänz wellkumme mitgebracht, mit den Worten: „Ist das nicht was für deinen Blog?“ Und da hat er recht: Das ist sowas von was für lillafamiljen!


Auf Pänz wellkumme hast du als KölnerIn die Möglichkeit Orte (Cafés, Restaurants, Shops, Parks etc.) in Köln und Umgebung bezüglich auf ihre Kinderfreundlichkeit zu bewerten, die Bewertung anderer zu lesen oder auch neue Orte hinzuzufügen.
Die Initiatorin Claire ist selber Mutter von Zwillingen in Köln und möchte, mit Hilfe der Plattform, anderen Familien Ausflüge in Köln erleichtern und ganz nebenbei Köln zu einer kinderfreundlicheren Stadt machen.
Eine großartige Idee, die unbedingt geteilt werden muss! Denn wie oft ist es einem schon passiert, dass man erst nach dem Milchkaffe und der vollen Windel der Kleinen gemerkt hat, dass das Café keinen Wickeltisch hat…
In diesem Sinne ,Spread the Word‘ und god natt!

//Alison ❤

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Es gibt Handwerker – und Herrn Knorps

Der erste Nachtfrost, neue Sofa-Kuscheldecke und ein Teefach was bald platzt. Es gibt kaum einen besseren Zeitpunkt, um die neue Rubrik SCHMÖKERN einzuführen.
Von nun an bekommst du regelmäßig neuen Lesestoff, getestet und geliebt von lillafamiljen.
Den Anfang macht heute das Bilderbuch Eine gemütliche Wohnung (Text Paul Maar, Illustration Norman Junge, erschienen im Beltz&Gelberg Verlag).


Unser Exemplar ist noch aus meiner Kindheit. Ich kann mich gut daran erinnern, wie gerne ich mir die Bilder angeguckt habe und immer wieder neue Details entdeckt habe. Es macht mich glücklich, dass auch Lotta sich immer wieder dieses Buch zum abendlichen Vorlesen raussucht.

Bei der sympathischen Nilpferd-Familie steht plötzlich alles Kopf, denn ihr neuer Elektriker Herr Knorps gibt sich alle Mühe, den kaputten Kühlschrank zu reparieren, doch irgendwie hat er da wohl zwei Drähte vertauscht. Der leibenswerte Herr Knorps repariert fleißig weiter und Familie Nilpferd gewinnt durch seine Schusseligkeit nicht nur einen neuen Freund, sondern auch eine gemütliche Wohnung dazu.
Norman Junges bekannter Zeichenstil und Paul Maars trocken, witziger Text mit revolutionären Sätzen wie ,Gegen Abend, als meine Frau von der Arbeit heimkam (…)‘ machen dieses Buch zu einem zeitlosen und wundervollem Immer-Wieder-Gerne-Lese-Buch.

Viel Spaß beim schmökern!
//Alison ❤

Beschäftigungstherapie: Müsli-Muffins

Nach einer langen und unruhigen Nacht, mit vielen Tränen und wenig Schlaf, musste ich mich heute mit viel Action über Wasser halten, damit ich nicht im stehen einschlafe.
Beschäftigung und Essen hält mich in solchen Momenten immer bei Laune. Somit haben wir heute uns kurzerhand für einen gemütlichen Bummel im strahlenden Sonnenschein entschieden, um alle Zutaten für die leckeren Müslimuffins zu besorgen.
Während der Mann den Samstags-Großeinkauf erledigte, haben Lotta und ich ordentlich den Rührlöffel geschwungen (Oskar hat beeindruckt zugeguckt).
Dieser leckere und gesunde Pausen-Schmaus ist dabei rausgekommen:

MUMS!- wie der Schwede sagt!

Du hast auch Lust diese tollen Müsli-Muffins zu backen? So einfach geht‘s:

Für 16 leckere Muffins brauchst du:

150g Dinkel Vollkornmehl
2 TL Backpulver
60g Zucker
1/2 TL Zimt
100g Crannberries
2 Äpfel
50g Haferflocken
250g Magerquark
2 Eier
80ml Rapsöl
16 hübsche Muffinförmchen (z.B Muminförmchen von kalasfårm erhältlich bei Jättefint -wo sonst)

Vermische zunächst Mehl, Backpulver, Zucker und Zimt in einer Schüssel.
Schäle nun die Äpfel und schneide sie in kleine Stückchen.
Gebe die Apfelstückchen, Cranberries und die Haferflocken zu dem Mehlgemisch, ordentlich verrühren.

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Verquirle nun Quark, Eier und das Rapsöl in einer seperaten Schüssel.

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Gebe die Quarkmasse zu dem Mehl-Frucht-Gemisch und verrühre alles schnell und ordentlich.
Violá: der Teig ist fertig!
Nun die Masse auf die Förmchen verteilen und bei 200°C etwa 20-25 Minuten auf mittlerer Schiene im Ofen backen.

Die Muffins sind nicht nur was für die schwedische Teepause ,fika‘ geeignet, auch super als Alternative für das Frühstücksbrot für den Kindergarten oder die Schule.

Smaklig måltid!

//Alison ❤

 

 

 

DIY: Statement-Kette für Kinder

Es ist soweit: mein erster DIY-Beitrag! Juhee!
Ich muss zugeben, die tolle Idee für diese Bastelei, hab ich mir von der Bloggerin Laura gemopst. Hier kommt ihr direkt zur ihrer Erwachsenen-Version der Bügelperlen-Kette. Natürlich lohnt es sich ihren Blog tagtraeumerin von vorne bis hinten durchzulesen. Ihr werdet bei ihr tolle Bilder, süße DIYs, bunte Klamotten und viele viele wunderbare Inspirationen finden!

Nun aber ran an die Perlen!
Für die Statement-Ketten mit Pippi und ihren Freunden brauchst du:

– Bügelperlen von MICKI (gesehen bei Jättefint)
– ein Bügeleisen
– Baumwollband in deiner Lieblingsfarbe
– kleine Schmuckklammern (pro Kette 2 Stück)
– einen Lederbandverschluss
– eine dicke Nadel
Zeitaufwand mit Kind + Baby: mind. 1,5 Stunden, max. ewig
Zeitaufwand alleine: 30 Minuten
In der Bügelperlenpackung von MICKI gibt es Steckvorlagen für Pippi, Herr Nilsson und Kleiner Onkel. Diese Vorlagen kannst du ganz einfach unter die Steckplatten legen. Ich habe sie mit Tesafilm am Rand festgeklebt, damit das Bild nicht immer verrutscht.
Jetzt kannst du und deine Kleine loslegen mit dem Stecken.


Lotta hat anfangs noch alleine gesteckt, dann aber schnell die Lust an der Friemelarbeit verloren und mir  lieber die Perlen rausgesucht.
Bei der Pippi und dem Kleinen Onkel haben wir nur den Kopf gesteckt, wir wollen es ja nicht übertreiben.
Jetzt beginnt die Muddi-Arbeit:
Alles wird gebügelt, solange, bis keine Löcher mehr zusehen sind.
Vorsicht! Die Perlen werden sehr heiß! Lass das gebügelte Bild abkühlen, bevor du es langsam von der Platte löst.
Mit der dicken Nadel kannst du nun an den Seiten jeweils ein Loch stechen. Achte darauf, dass die Löcher auf gleicher Höhe liegen.


Messe das Baumwollband am Hals der zukünftigen Trägerin ab und schneide es in der Hälfte durch.
Fädle beide Bänder durch jeweils ein Loch und fixiere sie mit einer Schmuckklammer.


Befestige nun an den Enden den Verschluss.
Tadaaa: fertig ist die Kette!

 

Foto

Ich wünsche dir viel Spaß beim Nachmachen!

//Alison ❤

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Ein Löffel für Mama, einen für Papa und der ist für ALLE!

Der Hunger war beim einkaufen zu groß, die Ideen fürs Kochen zu ambitioniert, und Lottas Geschmack mal wieder völlig überschätzt. Der Kühlschrank platzt vor Lebensmittel, die keiner isst, und leider irgendwann nur noch den Weg in die Tonne finden. Leider passiert mir das ziemlich oft.
Doch da stand plötzlich, wie aus dem Nichts, am Dienstag beim Kinder-Ballett die Lösung für unseren Lebensmittelüberschuss vor mir: Ein ganzes Billy-Regal voll mit frischem Obst, Gemüse und Brot mit dem Schild ,Zu verschenken!‘, anbei eine Info-Tafel zum Thema FOODSHARING. Während Lotta fleißig für ihre Aufführung übte, habe ich mir den Flyer angeschaut und ein bisschen im Internet recherchiert.

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Auf foodsharing.de kannst du dein überschüssiges Essen online reinstellen, so sehen andere Foodsharer was du weitergeben möchtest und können es bei dir abholen. Das ganze funktioniert natürlich auch umgekehrt: Bevor du in den Supermarkt gehst, kannst du online schauen, ob nicht jemand in deiner Nachbarschaft genau das abgeben möchte, was du gerade einkaufen wolltest.
Eine tolle Sache, die noch mehr Anhänger finden soll, für die ersten Schritte raus aus der Wegwerfgesellschaft.
Bald mehr zum Thema Sharing, dann geht‘s ums Klamotten-Teilen!

//Alison ❤

Ein Herz für Raucher

An einer kölner Bushaltestelle:

Lotta sitzt im Wartehäuschen auf der Bank, ich stehe mit dem Kinderwagen neben ihr. Nach und nach kommen noch mehrere ins  Häuschen, auch ein Mädchen in Lottas Alter. Eine Frau steckt sich eine Zigarette an. Ich bitte sie höflich, ihre Zigarette vor dem Häuschen zurauchen, aus Rücksicht vor den Kindern. Daraufhin die Frau völlig empört: „Was für eine Frechheit! Jetzt soll ich mir wohl auch noch einen Schnupfen einfangen, dabei habe ich schon chronischen Husten! Schönen Dank auch!“.

 

//Alison ❤

Komm kuscheln!

Es ist Mitte November, grau, windig und kalt. Wenn Oskar uns morgens zu früh weckt ist es noch dunkel und wenn Lotta aus der Kita kommt, dauert’s nicht mehr lang und der Mond löst die „Sonne“ ab. Vorbei sind die Zeiten mit entspannten Spielplatz Nachmittagen oder spontanen Eisdielen-Besuchen. Schwimmen gehen wird allmälich beschwerlich: beim ankommen tropft die Nase, weil sie, von der Kälte eingefroren, nun in der warmen Umkleide auftaut. Beim Verlassen des Schwimmbads schwitzt man sich in seiner Strumpfhose und dem Wollpulli zu Tode und würde am liebsten direkt wieder ins Wasser. Das anschließende Haareföhnen wird für Mutter und Tochter zur Tortur.

Doch nichtsdestotrotz (sieht geschrieben echt fies aus!) freue ich mich ungemein auf den Herbst/Winter-Übergang. Denn nun kann man endlich wieder ohne schlechten Gewissens sagen: „Wir bleiben heute zu Hause!“. Kassette an (im Moment am liebsten Das kleine Gespenst), auf die Couch mummeln und was knabbern. Ich für meinen Teil schaue gerne abends Sex and the City, dazu ein Glas Milch und Kekse. Damit das abendliche Sofa-kuscheln auch richtig schön wird, trohnen bald neue Marimekko-Kissen auf unsere Couch,juhe! Die Kuschelsaison kann kommen!

Damit auch dein kleiner Wurm bestens ausgestattet in die Kuschelmonate starten kann, verlose ich auf meiner Facebook-Seite ein Schmusetuch von Maxomorra!

SchmusetuchSchmusetuch-Velour

So einfach geht’s: Besuche lillafamiljens Facebook-Seite. Schenke mir einen ‚Gefällt-mir-Daumen‘ und beantworte unter dem Facebook-Beitrag ‚Komm kuscheln!‘ folgende Frage: Was ist dein absolutes Kuschel-Must-Have? Am kommenden Samstag, pünktlich zur Ziehung der Lottozahlen, werde ich unter den Kommentaren einen glücklilchen Gewinner-Menschen auslosen und feierlich auf Facebook bekannt geben.

Ich drücke dir die Daumen und wünsche einen kuscheligen Sonntag!

 

//Alison ❤

Stadt-Safari

Letztens in Köln:

Ich steige in die U-Bahn ein, Oskar schläft im Tragetuch. Ich setzte mich auf einen freien Platz neben einer älteren Dame. Es scheint so, als würde sie uns nicht bemerken, da sie sich intensiv mit ihrem Smartphone bäschäftigt. Doch nach ein paar Stationen schaut sie auf, sieht Oskar und sagt: „Ach wie süß!“ lächelt, zeigt auf ihr Telefon und fragt: „Darf ich ein Foto mit meinem Handy machen? Man sieht kleine Babys ja selten so nah.“

 

//Alison ❤